Archiv
Hier finden Sie ältere Informationen zum Nachlesen.
Master-Infotag
Der M.A. RikK stellt sich am Mai 2009 auf dem Master-Informationstag der LUH vor. Der Master-Infotag findet im Lichthof des Hauptgebäudes der Leibniz Universität
von 13 - 15 Uhr statt.
Bachelorstudierende und Absolventen mit einem ersten Studienabschluss können sich an Infoständen und in den Vorträgen über ihren weiteren akademischen Ausbildungsweg informieren. Weitere Informationen finden Sie hier
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Postsäkular? Spannungsfelder von Kultur und Religion
Die Initiativgruppe Proflischwerpunkt "Religionsforschung" an der Philosophischen Fakultät und das Institut für Tehologie laden am 17. und 18. April zu einem Symposium ein. Weitere Informationen entnehmen SIe bitte dem Flyer.
Gelungener Auftakt
Der neue interdisziplinäre Masterstudiengang „Religion im kulturellen Kontext“ startete Anfang Oktober mit einem öffentlichen Symposium zum Thema „Religion und Identität“. Im Rahmen der gut besuchten Veranstaltung wurden zunächst die Studierenden offiziell begrüßt. Aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich Studierende in den innovativen Studiengang eingeschrieben. Auf die stark gestiegene Bedeutung von Religion und Religionen im öffentlichen und politischen Raum haben die Institute für Soziologie und Sozialpsychologie sowie für Theologie und das Seminar für Religionswissenschaft reagiert. In einer für Deutschland einmaligen Form gehen die beteiligten Einrichtungen im Rahmen des Masterstudiengangs Religion im kulturellen Kontext und in Forschungsprojekten vor allem dem Integrations- und Konfliktpotential des komplexen Gegenstandes nach und vereinigen dabei ihre jeweils unterschiedlichen disziplinären Stärken.
Einen ersten Eindruck davon konnten sich die vierzig Besucher/-innen bei den vier Vorträgen machen. Während Professor Antes (Seminar für Religionswissenschaft) der Frage nach ging, ob Religionen Integrations- und Konfliktpotential besitzen, beschäftigten sich die drei anderen Vorträge mit dem Verhältnis von Religion/-en und Identität. Mit diesem Verhältnis ist ein zentraler Themenbereich des Studiengangs angesprochen.
Professor Johannsen (Institut für Theologie, Abteilung Evangelische Theologie), sprach in seinem Vortrag Friedrich Bonhoeffers Überlegungen zur fragmentarischen Identität an und stellte heraus, wie diese in die Biographie und Zeit des bedeutenden Widerstandskämpfers einzuordnen sind. Frauke Bullermann und Professor Stimpfle (Institut für Theologie, Abteilung Katholische Theologie) erörterten in einem Streitgespräch den Zusammenhang von religiöser Sprache und Identität. Unter der Frage: „Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?“ zeigten die beiden auf, wie die konstruktive Linguistik für den Umgang mit religionsgeschichtlichem Quellenmaterial fruchtbar gemacht werden kann.
Im Abschlussvortrag entführte Professor Gabbert (Institut für Soziologie und Soziologie) die Gäste nach Mexiko. Anhand der Christianisierung der indigenen Bevölkerung zeigte er die komplexen Austauschprozesse zwischen Eliten und Unterschichten auf, die vielfach zu synkretistischen Formen von Religion führen.
Als Tenor der engagierten Diskussionen in Anschluss an die Vorträge kann festgehalten werden, dass die gelungene Veranstaltung ein wichtiges und aktuelles Thema aufgegriffen hat, das es in Zukunft weiter zu bearbeiten gilt. Einen Rahmen dafür bietet als Kristallisationspunkt der neue Masterstudiengang.